<<< Der Nachname "Kurzidim"
In Wirklichkeit kommt der Nachname aus Oberschlesien. Das war (und ist immer noch) ein Gebiet, in dem sich deutsche und polnische Einflüsse vermischten.
Bei uns können auch noch tschechische Einflüsse dazukommen - in der alten Heimat der Kurzidims waren alle drei Sprachen verbreitet.
Fast alle Kurzidims in Deutschland haben Vorfahren im Kreis Leobschütz, das orangene Gebiet südlich von Oppeln an der tschechischen Grenze. Meine kann ich zurück verfolgen bis zu einem Valentin Kurzidim aus Eiglau (geb. etwa 1730). Dieses Dorf ist das historische Zentrum der Kurzidims, schon im ältesten erhaltenen Kirchenbuch (1688) finden sich mehrere Familien, die so hießen. In der nahen Kleinstadt Bauerwitz sind Kurzidims mindestens von 1750 bis 1841 als Schuhmacher tätig gewesen.
Die ältesten mir bekanntesten Kurzidims hießen Georg Kurzidim und Merten Kurzydym und wurden 1567 in Ratibor als Steuerzahler erfaßt. Leider kann ich nicht sagen, ob und wie ich mit ihnen verwandt bin.
Danke an Edgar Much, Peter Dziewior und vor allem Stefan Guzy von der AGoFF für die Infos!
Der Namen existiert in Deutschland und Polen in 7 Schreibweisen: Kurzidim, Kurzidym, Kurzydym, Kurzydem, Kursidim, Kurzidem und Kurczydim. Diese Liste deckt sich ungefähr mit den Schreibweisen, die über die Jahrhunderte im erwähnten Kirchenbuch zusammenkamen. Kurzidim ist dabei die heute verbreitestste Variante, auch die häufigste im Kirchenbuch.
Bei verwandt.de kann man nachsehen, wie er in Deutschland (etwa 220 Personen) und Polen (etwa 160 Personen) verteilt ist. Auf der polnischen Karte sieht man deutlich, daß einige von uns der alten Heimat immer noch die Treue halten.
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zuletzt am 26.09.35 / 07.07.2011 um 19 Uhr 05