So wird Bier gebraut

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Diese Fotos zeigen den Ablauf des Bierbrauens. Sie sind an verschiedenen Brautagen aufgenommen, die meisten sind schon älter. Inzwischen hab ich meine 'Brauerei' um einiges modernisiert.
Das Grundprinzip ist jedoch immer dasselbe.


1. Hier liegt der Malzbeutel auf dem Gärfaß.



2. Der Braubeginn: Das Malz wird in Wasser "eingemaischt", die "Maische" wird angesetzt.
 


3. Die Maische wird in 2-3 Stunden schrittweise auf 78 Grad erwärmt. Dabei wird die Malzstärke in vergärbaren Malzzucker umgewandelt. Der weiße Teller dient der "Jodprobe", die verrät, ob wirklich schon Malzzucker gebildet wurde.
 


4. Dann wird "geläutert", die Malzkörner werden herausgefiltert. Übrig bleibt die "Würze", wie das Bier vor der Gärung heißt.
 


5. Als nächstes wird die Würze gekocht; beim Kochen kommt der Hopfen dazu. Eine Hälfte nach einer Viertelstunde, die andere eine Viertelstunde vor Schluß.



6. Nach etwa 90 Minuten ist das Kochen vorbei, und die Würze wird ausgeschlagen, d.h. die Hopfenreste herausgefiltert.
 


7. Jetzt ist es Zeit, die Stammwürze zu messen - mit der "Würzespindel", die hier im Zylinder schwimmt. Man kann sehen, wie stark das Bier sein wird. Wenn es zu stark ist, kann man jetzt noch etwas heißes Wasser dazugießen.
 


8. Möglichst schnell wird dann die Würze auf Gärtemperatur abgekühlt - den Kühlakku sieht man oben im Bild. Dann kommt die Hefe dazu - sie war in der Tasse am unteren Bildrand.



9. Die Hefe vergärt die Würze in etwa einer Woche. Eine dicke Schaumschicht bedeckt das entstehende Bier.
(Damit kann man auch ein Ökosystem erklären: Die Hefezellen fressen den Malzzucker, vermehren sich und geben Alkohol ab. Es geht so weiter, sie werden immer mehr und immer mehr - und schon ist die Party vorbei, der Zucker reicht nicht mehr, stattdessen nur noch überall dieser giftige Alkohol. Schonungslos gesagt: Erst denken sie nicht an später, dann verrecken sie in ihrem eigenen Abfall. Hefezellen sind eben auch nur Menschen.)



10. Solange ist Zeit, die Flaschen zu reinigen. Die werden mit der langen Bürste von innen gereinigt, mit heißem Wasser ausgespült, und wenn ich nicht weiß, wer draus getrunken hat, auch noch bei 130 Grad im Backofen sterilisiert. Zum Schluß kommt der Bügel wieder drauf.



11. Sobald der Schaum zusammen fällt und der Geschmack bierig ist, kann abgefüllt werden. Direkt aus dem Gärfaß in die Flasche - das Abfüllrohr hat am unteren Ende ein Ventil, das bei Berührung des Flaschenbodens öffnet.



12. Na, dann kanns ja losgehen... (Es kommt auch schon mal vor, daß ich mir an dem Rohr das eine oder andere Glas zum sofort Trinken zapfe - aber meist ist der Geschmack dann noch nicht der beste.)



13. Am Ende muß natürlich viel gereinigt werden - hier z.B. die Hefereste. Das Bier braucht dagegen noch einen Monat für die Nachgärung. Ab und zu muß man den Druck in den Flaschen kontrollieren und ablassen.



14. Und das Beste zum Schluß: Nach all der Arbeit endlich der flüssige Lohn. Prost!



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zuletzt am 12.08.41 / 24.05.2017 um 14 Uhr 44